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displaying knowledge

Während das Museum mit seinen Sammlungstätigkeiten traditionell auf Dauer angelegt ist, hat es mit der zunehmenden Logik der Wechselausstellung eine wesentliche Dimension von Aktualität und ZeitgenossInnenschaft erhalten. Kuratorische Praxen ermöglichen die räumliche Formulierung von virulenten Thesen, ungewöhnliche Begegnungen in der ephemeren Zusammenführung von Objekten, Texten und Dokumenten. In Projekt- und Informationsausstellung geht es etwa seit den 1990er Jahren weit über die Präsentation auratisch aufgeladener Gegenstände hinaus um Gesellschaftskritik und Gegen-Information. Andere Ansätze verbinden zeitgenössische Kunst mit kulturhistorischen Inhalten, erproben Potenziale digitaler Medien, erschließen neue Felder der Wissensvermittlung oder setzen konzeptuelle Zeichen mit der Verarbeitung populärkultureller Inhalte. Zwischen Forum, Podium und Erlebniswelt sind es die Wechselausstellungen, die das Museum heute auf die Probe stellen und neu erfinden. Die Veranstaltungsreihe "displaying knowledge" widmet sich experimentellen Ausstellungsprojekten, kuratorischen Strategien und institutionellen Neuentwürfen. Dabei kommen Ausstellungen als Medien in den Blick, die das Potenzial haben, den reflexiven Diskurs über die eigenen Bedingtheiten offen zu legen und zu veranschaulichen. Welche neuen Formen des Kuratierens, der Gestaltung und Vermittlung werden gegenwärtig entwickelt? Welche kuratorischen Entscheidungen lassen sie interagieren? Mit welchen Mitteln werden konzeptuelle Ansätze visualisiert? Wie verändern kuratorische Projekte die Rolle der Institution? Wie brechen Ausstellungen unseren Blick?
 

07: Angewandte Partizipation, ein Erfahrungsbericht

Mit Isabelle Blanc (toikoi_erzählende räume), Dieter Bogner (Kurator/bogner.cc), Ulrike Gießner-Bogner (KulturKontakt Austria), Beate Lex (MAK), Manuela Preiszler (Berufsschule für Frisur, Maske und Perücke) sowie Beatrice Jaschke (schnittpunkt, /ecm)

Dienstag, 13. September 2016, 18.00 Uhr
MAK – Ausstellungshalle, Stubenring 5, 1010 Wien

Als Teil der Ausstellung FRIEDRICH KIESLER. Lebenswelten entstanden Beiträge von SchülerInnen, die aus Projekten mit drei Wiener Schulklassen hervorgegangen sind. Unter dem Motto „Friedrich Kiesler und ich (?)“ startete sechs Monate vor Eröffnung der Ausstellung die Zusammenarbeit mit der Berufsschule für Frisur, Maske und Perücke im 16. Bezirk.

Zahlreiche Beteiligte, unterschiedliche Perspektiven und eine vergleichsweise lange Dauer prägten das Projekt. In welchem Verhältnis stehen Aufwand für Kommunikation und Koordination zur realen Vermittlung? Welche Rahmenbedingungen benötigt ein partizipatives Projekt? Wie viele Ressourcen sind notwendig? Wann gilt ein Projekt als „erfolgreich“?

Gemeinsam mit schnittpunkt diskutieren die Projektbeteiligten ihre Erfahrungen, teilen ihre Learnings und freuen sich auf einen intensiven Austausch mit interessierten KollegInnen. 

 

06: Unheimliche Materialien. Gründungsmomente der Kunsterziehung

Ein Gespräch mit Barbara Mahlknecht, Elke Krasny (Kuratorinnen der Ausstellung) und Nora Sternfeld (schnittpunkt)

Freitag, 22. April 2016, 16.00 Uhr
Akademie der bildenden Künste Wien/Hauptgebäude, Schillerplatz 3, 1010 Wien, xhibit

Das kuratorische Ausstellungs-, Recherche- und Vermittlungsprojekt "Unheimliche Materialien. Gründungsmomente der Kunsterziehung" nimmt den Beginn der Lehrer_innenausbildung für den Kunstunterricht an der Akademie der bildenden Künste in Wien im Jahr 1941 zum Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit der nazistischen Geschichte der Akademie der bildenden Künste und der Kunsterziehung. Anhand von Archivmaterialien, historischen wie künstlerischen Recherchen und performativen Untersuchungen will die Ausstellung zur Aufarbeitung der Ideologiegeschichte von Bildungsregimen und zur Untersuchung der Standortpolitik in Wien während der NS- Zeit, die auf die Gründung von Bildungseinrichtungen setzte und Kunst(raub)politik betrieb, beitragen.

Im Rahmen eines Rundgangs stellen die Kuratorinnen Ausgangspunkte und Herangehensweisen vor. Dabei diskutieren wir unter anderem folgende Fragen: Was wissen wir über die Geschichte der Wiener Kunstakademie und der Kunsterziehung? Mit welchen Strategien intervenieren die Beiträge der Ausstellung in bisherige Selbstverständnisse? Was bringen die künstlerischen und historischen Recherchen zutage? Welche transnationalen Perspektiven werden eröffnet? Was erfahren wir dabei über die Gegenwart? Und was bedeutet dies für die Institution und die Lehramtsausbildung heute?

 

05: VIENNA BIENNALE 2015: IDEAS FOR CHANGE / 2051: Smart Life in the City

Ein Gespräch mit Harald Gruendl und Thomas Geisler (Kuratoren der Ausstellung), Noëmi Leemann (Neue Lernkonzepte, MAK), Lukas Zeilbauer (Team der Milliardenstadt HYPOTOPIA), Doris Rothauer (Vienna Biennale Circle) sowie Beatrice Jaschke und Martina Griesser (schnittpunkt)

Dienstag, 1. September 2015, 18.00 Uhr
MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Stubenring 5, 1010 Wien

Der Beitrag 2051: Smart Life in the City besteht aus einer Überblicksausstellung im MAK und zehn Versuchsanordnungen im Wiener Stadtraum, sogenannten Demonstratoren. Unter dem Motto „Ideas for Change“ wirft die Ausstellung einen Blick in eine alternative Zukunft des Stadtalltags und untersucht die Rolle von Design als Werkzeug für einen weltverträglichen und solidarischen Lebensstil. Design wird dabei nicht so sehr als Disziplin verstanden, sondern vielmehr als Strategie, um den Kontext und das Arbeitsumfeld, in denen Kreativschaffende zukünftig agieren, stark zu verändern. Die zunehmende Digitalisierung als Motor technischer und sozialer Innovation, die auch durch Reibung an der Schnittstelle von Top-down- und Bottom-up-Interessen entsteht, formt die Stadt als dominierenden Lebensraum des 21. Jahrhunderts.

Ausgehend von diesen Gesichtspunkten möchte 2051: Smart Life in the City zivilgesellschaftliche Akteure und ihre Praxis nicht nur präsentieren, sondern ihr partizipatives Potenzial für einen positiven Wandel sowohl in den Ausstellungs- und Vermittlungsraum des Museums als auch in die Stadt einbringen. Erfahrungen mit diesem Ansatz werden bei einem Rundgang mit den an der Ausstellung Beteiligten diskutiert: Was waren die strukturellen und organisatorischen Herausforderungen bei der Realisierung dieses Konzepts? Warum bleibt die museale Praxis träge? Kann ein Wandel überhaupt institutionell initiiert werden? Wie gestaltet sich eine Ausstellung, die das Stadtleben im 21. Jahrhundert und in der Zukunft thematisiert? Wie kann Design als Strategie vermittelt werden?

 

04: Chto Delat – Time Capsule. Artistic Report on Catastrophes and Utopia

Ein Gespräch mit Bettina Spörr (Kuratorin, Secession), Nora Sternfeld und Luisa Ziaja (schnittpunkt)

Freitag, 19. Dezember 2014, 16.30 Uhr
Secession, Friedrichstrasse 12, 1010 Wien

In seiner Ausstellung Time Capsule. Artistic Report on Catastrophes and Utopia präsentiert das russische Kollektiv Chto Delat eine komplexe Rauminstallation, die aktuelle skulpturale Arbeiten und die filmische Performance The Excluded mit verschiedensten Materialien aus seinem Archiv der letzten zehn Jahre verbindet. 2003 hatte sich das Kollektiv von KünstlerInnen, KritikerInnen, PhilosophInnen und SchriftstellerInnen aus St. Petersburg und Moskau aus der dringenden Notwendigkeit gegründet, politische Theorie, Kunst und Aktivismus miteinander zu verknüpfen. Die Ausstellung inszeniert eine Spannung: Sie zeichnet ein düsteres Bild einer Gegenwart, die "von Katastrophen und Kriegsschauplätzen" geprägt ist, bezieht aber gleichzeitig explizit Position und besteht darauf, "dass die Zukunft darauf wartet, gemacht zu werden".

Im Rahmen eines Rundgangs diskutieren wir die Potenziale von so genannten organisch intellektuellen Praxen, die mit Mitteln von Kunst und Theorie, anhand von Lehr- und Lernsituationen sowie mit dramatisch-theatralischen Methoden in gängige Selbstverständnisse zu intervenieren versuchen. Vor dem Hintergrund aktueller Kriege aber auch in Anbetracht des unaufhaltsamen Weiterwirkens des Neoliberalismus in und um uns stellen sich die Aussichten auf Hegemoniegewinne möglicherweise nicht besonders optimistisch dar. Im Zeichen des Kollektivs Chto Delat und seiner Ausstellung fragen wir ein weiteres Mal danach, ob und wie sich Walter Benjamin aktualisieren ließe. Denn "den Pessimismus organisieren" heißt ihm zufolge, "nichts anderes als die moralische Metapher aus der Politik herausbefördern und im Raum des politischen Handelns den hundertprozentigen Bildraum entdecken".

 

03: The Content of Form

Mit Ilse Lafer (Kuratorin, Generali Foundation), Barbara Mahlknecht (Leitung Vermittlung, Generali Foundation), Nora Sternfeld (Vermittlerin und Kuratorin, schnittpunkt) und Martina Griesser (Museologin, schnittpunkt).

Freitag, 2. August 2013, 16.00 Uhr
Generali Foundation, Wiedner Hauptstraße 15, 1040 Wien

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Institution widmet sich die Ausstellung The Content of Form der Sammlung Generali Foundation aus einer historisierenden Perspektive. Sie ist eine von drei Jubiläumsausstellungen, die sich auf jeweils unterschiedliche Weise auf die Sammlung beziehen. Der Zusatztitel zur Ausstellung The Collection represented by Helmut Draxler verweist bereits auf die Positionierung des Kurators, der die komplexen Verflechtungen zwischen den Prinzipien des Sammelns und des Ausstellens sichtbar macht.

Gemeinsam mit Ilse Lafer und Barbara Mahlknecht diskutieren Martina Griesser und Nora Sternfeld unter anderen folgende Fragen: Inwieweit hat die Sammlungs- und Ausstellungs- und Publikationstätigkeit der Generali Foundation das Fort-schreiben der Geschichte der Konzeptkunst mitgeprägt? Welche Zusammenhänge stellt die Ausstellung zwischen historischen und aktuellen „Logiken des Sammelns“ her? In welcher Weise haben sich unterschiedliche Konzepte von Autorschaft in die Ausstellung eingeschrieben? Wie verortet sich der Kurator zwischen Kritik und Institution? Und wie lässt sich die komplexe kuratorische Herangehensweise vermitteln?

 

2003: Junge Kunst aus Ungarn! THE EXCHANGE PROJECT by ANDREA SCHNEEMEIER

Ausstellungsprojekt: präsentiert von KulturKontakt Austria in Kooperation mit schnittpunkt wien und metszéspont budapest

12. September – 17. Oktober 2003, Eröffnung 11. September 2003, 19.00 Uhr
Pavillon Piroschka_REV im quartier21, Transeuropa-Strasse im MQ Wien, 1070 Wien

KulturKontakt Austria beauftragte schnittpunkt wien mit der Wahl einer Kuratorin aus Budapest, um eine Ausstellung in Piroschkarev zu gestalten. Die Kuratorin Aniko Erdösi lud daraufhin die Künstlerin Andrea Schneemeier ein, ihre Installation "Exchange Project" in Wien zu zeigen. "Exchange" ist ein Work-In-Progress Projekt, bei dem BesucherInnen dazu eingeladen sind, ihre mit den in der Ausstellung gezeigten Kleidungsstücken zu tauschen. Diese sind mit Symbolen bemalt, die sowohl aus der Alltagskultur und dem Alltagsleben, aber auch aus der Vergangenheit stammen und somit an die politischen Ideologien der jeweils zitierten Epoche erinnern.

Um die Ausstellung im Wiener Kontext zu verorten, konzipiert schnittpunkt ein Begleitprogramm zur Ausstellung: Aniko Erdösi (Kuratorin, Budapest) diskutiert in einer Gesprächsrunde mit Luisa Ziaja (Kuratorin, Wien) Grundthemen von aktueller junger Video- und Installationskunst in Wien und Budapest. Ein Vortrag von Katalin Aknai (Akademie der Wissenschaften, Budapest) gibt einen Überblick über die ungarische Kunstszene.

Programm

30. September 2003, 19.00 Uhr
Ein Überblick über die ungarische Kunstszene
Vortrag von Katalin Aknai (Akademie der Wissenschaften, Budapest)

17. Oktober 2003, 19.00 Uhr
Young Video-Art-Positions in Vienna and Budapest
Round-Table mit Aniko Erdösi (Kuratorin, Budapest) und Luisa Ziaja (Kuratorin, Wien)

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Wien, MA7

 

2001/2001: Kriterien des Ausstellens

2001/2002 ging schnittpunkt in einer Reihe von Lesekreisen und Podiumsdiskussionen den Kriterien und Analyseformen des Ausstellens in Theorie und Praxis nach.

Im Zentrum der Auseinandersetzung mit Ausstellungkriterien stand eine theoretische Diskussion um die Eigenheiten des Mediums Ausstellung, das wir bewußt vom Museum unterscheiden wollten, denn das Museum folgt anderen Gesetzmäßigkeiten. Mit folgenden Fragen näherte sich schnittpunkt dem Thema: Was unterscheidet Ausstellungen von Büchern, Filmen, Features, von der Natur, vom Schaufenster, vom Schulunterricht, vom Theater bzw. seiner Bühne, vom öffentlichen Raum und wo liegen die Gemeinsamkeiten? Was können und sollen Ausstellungen leisten? Sind Ausstellungen Präsentationen von abgeschlossenen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen oder stellen sie spezifische Themen als work in progress zur Debatte? Welche Rolle spielen BesucherInnen dabei?
Sind Ausstellungen Verfahren der Visualisierung und/oder Narrationen? Ist das Reale im Sinne Roland Barthes ein rhetorischer Effekt?
Mit theoretischen Auseinandersetzungen, Analysen der Praxis und der Abhaltung von Podiumsdiskussionen und Lesekreisen versuchte schnittpunkt eine Annäherung an Kriterien des Ausstellens.

Lesekreis

Fünfter Lesekreis 
22. Mai 19.00 Uhr
depot.kunst und diskussion
Erarbeiten eines ausstellungstheoretischen Clusters

Vierter Lesekreis 
25. April 19.00 Uhr
depot.kunst und diskussion
Lektüre: Siegfried Mattl, Ausstellungen als Lektüre, in: Erzählen, Erinnern, Veranschaulichen. Theoretisches zur Museums- und Ausstellungskommunikation, hrsg. G. Fliedl, R. Muttenthaler, H. Posch (museum zum quadrat 3), Wien 1992, S. 41-54

Dritter Lesekreis 
20. März 19.00 Uhr
depot.kunst und diskussion
Erarbeiten eines ausstellungstheoretischen Clusters

Zweiter Lesekreis 
26. Februar 19.00 Uhr
depot.kunst und diskussion
Lektüre: Stephen Greenblatt, Resonanz und Staunen, in: DERS. (Hg.), Schmutzige Riten. Betrachtungen zwischen Weltbildern, Frankfurt a. M. 1995, S. 7-30

Erster Lesekreis 
11. Februar 19.00 Uhr
Akademie der Wissenschaften
Lektüre: Pomian, Vom Ursprung des Museums. Vom Sammeln, 1988.

Podiumsdikussionen 
Im Rahmen der Podiumsdiskussionen wurden Personen aus verschiedenen Bereichen des professionellen Ausstellungsbetriebs von schnittpunkt gebeten, ihre persönliche Vorstellung von Ausstellungskriterien zu erläutern und zu diskutieren. Hinterfragt wurde auch Sinn und Umsetzbarkeit solcher Kriterien in ihrer Berufssituation. Die Aufzeichnungen der Diskussionen bilden für schnittpunkt eine wichtige Quelle den theoretischen Diskurs v.a. mit praktischen Impulsen zu bereichern.

KuratorInnen und KünstlerInnen 
17. Jänner 2002 19.00 Uhr
depot.kunst und diskussion
Im Zuge des KuratorInnenbooms der letzten Jahrzehnte werden Ausstellungskonzepte zunehmend kritisch betrachtet. Der Kontext, in dem künstlerische Arbeiten gezeigt werden, wurde als eigenständige kreative Leistung definiert und als solche immer wieder als künstlerischer Überbau zu den gezeigten Arbeiten rezipiert, kritisiert und in Frage gestellt. Der Ausstellungsboom wirkte aber auch auf die künstlerische Produktion und ihren Marktwert zurück: Wer in möglichst viele Erzählungen passt, lässt sich leichter verkaufen und wer auf vielen Kunstmessen präsentiert wird, lässt sich zumeist auch im Rahmen vieler Ausstellungsthemen wiederfinden.
Hinzu kommt, dass sich das klassische Bild des in seiner Existenz bedrohten Künstlergenies nicht mehr zeichnen lässt, nicht zuletzt weil sich KünstlerInnen als kreative HandwerkerInnen und wandelnde Crossover-Phänomene in einem globalen Markt als Produktivkräfte etabliert haben. Was sind die Aufgaben von KuratorInnen in Anbetracht der erweiterten Anforderungsprofile und Arbeitsfelder von KünstlerInnen? Wie kann eine Zusammenarbeit zwischen KuratorInnen und KünstlerInnen aussehen? Haben sich KuratorInnen erübrigt oder können sie gerade nun selbst kreative Vernetzungsarbeit leisten?

Es diskutieren Hedwig Saxenhuber (freie Kuratorin - springerin) und Hannah Stippl (Künstlerin - IG Bildende Kunst)
Moderation: Beatrice Jaschke (schnittpunkt)

Ausstellung und Vermittlung 
14. Dezember 2001 19.00 Uhr
depot.kunst und diskussion
Im Zuge der neunziger Jahre hat sich die Position der Kunst- und Kulturvermittlung in Museen und Ausstellungen sowohl auf symbolischer Ebene, als auch im Zusammenhang mit der Einbindung in viele Kunst- und Kulturinstitutionen sehr verbessert. "Vermittlung ist Erlebnis und Erlebnis ist Alles" - scheinen die Ausstellungsinstitutionen verstanden zu haben. Der Vermittlung kommt dabei oft die Rolle zu, den Erklärungsbedarf den Ausstellungen hervorrufen, für ein breites Publikum zu erfüllen. Aber mit welchem Ziel soll vermittelt werden? Für die Anhebung der BesucherInnenzahlen, als Marketingstrategie, zur Vereinfachung der Ausstellungsinhalte oder im Interesse einer Auseinandersetzung mit Ausstellungen, ihren Objekten und Inhalten? Fragen der Diskussionsrunde könnten demnach sein: Wer hat Interesse an der Vermittlung von Ausstellungen? Welche Interessen werden vermittelt? Worüber wird gesprochen? Wie ausstellungskritisch darf/soll/muss Vermittlung sein?

Es diskutieren Claudia Ehgartner (Kunstvermittlerin) und Oliver Marchart (Kulturtheoretiker)
Moderation: Beatrice Jaschke (schnittpunkt)

KuratorInnen 
9. November 2001 19.00 Uhr
depot.kunst und diskussion
Was sind bzw. gibt es Beurteilungskriterien von Ausstellungen? Was kann das Medium Ausstellung, was andere Medien nicht können? Was sind die Botschaften, die Ausstellungen haben können, was die Mittel, diese Ziele umzusetzen? Welche Rolle spielt der institutionelle und gesellschaftspolitische Kontext in dem eine Ausstellung stattfindet, für die Ausstellung? Welche der wissenschaftliche Diskurs? Welche Öffentlichkeit sprechen Ausstellungen an?

Es diskutieren Andreas Spiegl (freier Kurator - Institut für Gegenwartskunst, Akademie der bildenden Künste) und Brigitte Felderer (freie Kuratorin)
Moderation: Nora Sternfeld (schnittpunkt - Büro trafo.K)