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power of display

Ausstellungen sind polymediale Kommunikationsmittel, die erst über das Zusammenspiel unterschiedlicher Ebenen (Objekte, Gestaltung, Texte) sinnlich und kognitiv funktionieren – eine Tatsache, die selten reflektiert wird. In einer Serie von Dialogführungen geht schnittpunkt dem Verhältnis von Inhalt und Gestaltung in Wechselausstellungen nach: Inwieweit werden hegemoniale kulturelle Deutungsmuster durch die Ausstellungsgestaltung produziert bzw. prolongiert? Welche gesellschaftlichen Machtmechanismen werden durch die Gestaltung sichtbar? Welche Geschichten erzählt die räumliche Anordnung? Anhand aktueller Ausstellungsbeispiele erörtert schnittpunkt gemeinsam mit GestalterInnen und KuratorInnen inhaltliche und formale Kriterien des Gestaltens, zeigt aktuelle Tendenzen im Ausstellungsbetrieb auf, diskutiert Anforderungen bzw. Umsetzungsmöglichkeiten und macht Arbeits- und Entscheidungsprozesse des "exhibition making" transparent. Dabei werden Fragen aufgeworfen wie: Was können Ausstellungsgestaltungen über ihre funktionalen Aufgaben hinaus erreichen? Wo liegen ihre Grenzen, ihre Macht, ihre Chancen? Wie publikumsorientiert sind Gestaltungen? In welchem Verhältnis stehen Objekte und Gestaltung zueinander?

Exhibitions are polymedia methods of communication that only function in a sensual and cognitive manner when various levels (objects, design, texts, etc.) interact, a fact that is seldom reflected upon. In a series of dialogs, schnittpunkt delves into the relationship between content and form in temporary shows: To what extent does the exhibition itself produce hegemonial cultural interpretational patterns? Which social mechanisms of power or processes of social inclusion and exclusion do exhibitions expose through their design? Which subtexts are suggested by the spatial arrangements? Through examples of current exhibitions, schnittpunkt points out criteria of form and content of their display along with designers and curators. It exposes current exhibition trends, discusses the demands and modes of exhibiting and makes processes of work and decision making transparent. This throws up questions such as: What can exhibition design achieve beyond its functional tasks? Where are its limits, its power and its opportunities? How far does the design aim at a target clientele and what means are at its disposal? What is the relationship between the objects and exhibition design?
 

77: Die 70er: Damals war Zukunft

Beatrice Jaschke (schnittpunkt) im Gespräch mit Renate Höllwart und Elke Smodics (Kuratorinnen), Gabu Heindl (Ausstellungsgestaltung), Eva Dertschei und Carlos Toledo (Ausstellungsgrafik)
Begrüßung: Peter Fritz (Schallaburg)

Mittwoch, 12. Oktober 2016, 14.00 bis 16.00 Uhr
Schallaburg, 3382 Schallaburg 1

Eines der zentralen Anliegen der Ausstellung ist es gängige Praxen von fertigen Erzählungen aufzubrechen und die BesucherInnen zentral mitzudenken. Welche Herausforderungen stellen sich dadurch? Wie gelingt es, die 70er Jahre zu aktualisieren und dabei Vielstimmigkeit zu erzeugen? Wie werden Erinnerungen an die 70er wachgerufen und gleichzeitig Anstöße zur Auseinandersetzung mit der Gegenwart gegeben? In welchem Verhältnis stehen die Exponate und das kuratorische Konzept? Wie ist die Ausstellung gegliedert, die lange Raumflucht gebrochen und die Debattenräume dabei eingebettet? Mit welchen Mitteln wird ein Jahrzehnt spürbar ohne dabei zu re-enacten? Kann mit einer aktuellen Gestaltung eine zeitliche Brücke geschlagen werden? schnittpunkt geht gemeinsam mit den Kuratorinnen und GestalterInnen diesen und anderen Fragen nach und versucht dabei herauszufinden, wie das Zusammenspiel von Architektur, Grafik und kuratorischem Konzept aufgeht.

Es besteht die Möglichkeit für eine gemeinsame An- und Abreise mit der Bahn:
ab Wien West 12.20 – an Melk 13.22
ab Melk 17.36 – an Wien West 18.40
Von Melk Taxi zur Schallaburg Kosten zirka Euro 20.- 

 

76: Taferlkratzer, Tintenpatzer. Schulgeschichten aus Wien

Beatrice Jaschke und Monika Sommer (schnittpunkt) im Gespräch mit Michaela Feurstein-Prasser (xhibit), Reinhard Buchberger (Wienbibliothek) und Martin Kohlbauer (Architekt)

Dienstag, 4. Oktober 2016, 16.00 bis 17.30 Uhr
Ausstellungskabinett der Wienbibliothek im Rathaus, Rathaus, Stiege 6, 1. Stock, 1082 Wien

Kaum ein Thema, das seit Jahren so umstritten ist und der Reformen harrt, wie (Schul)Bildung. Dies nimmt die Wienbibliothek im Rathaus zum Anlass, einen Blick auf die Geschichte der Schule, im Speziellen der Trivial­- und Volksschule in Wien zu werfen. Zusätzlicher Anstoß zur Ausstellung ist die Übernahme von Archivbeständen des Verlags für Jugend & Volk, des Österreichischen Bundesverlags und der „Zentralbücherei für Pädagogik“, der Bibliothek des ehemaligen Pädagogischen Instituts der Stadt Wien, das seit den 1920er ­Jahren als LehrerInnenfortbildungsanstalt diente, in die Wienbibliothek. Wieviel Schulgeschichte steckte bisher in den Sammlungen der Wienbibliothek? Wie lässt sich Bildungsgeschichte auf 80 Quadratmetern ausstellen? Wie verhalten sich kuratorisches Konzept, ältere und neuere Bibliotheksbestände, Leihgaben und gestalterische Mittel zueinander?

 

75: JOSEF FRANK. Against Design

Martina Griesser und Christine Haupt-Stummer (schnittpunkt) im Gespräch mit dem Kurator Sebastian Hackenschmidt (MAK)

Donnerstag, 19. Mai 2016, 16.30 bis 18.00 Uhr
MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Stubenring 5, 1010 Wien

Josef Frank zählt nicht nur zu den bedeutendsten österreichischen ArchitektInnen des 20. Jahrhunderts, sondern mit seinen Entwürfen für Textilien und Möbel auch zu den GestalterInnen der Moderne, denen das internationale Design bis heute wichtige Impulse verdankt. Die MAK-Ausstellung JOSEF FRANK: Against Design widmet sich Franks Werk in seiner ganzen Vielfalt und Farbenpracht. Warum aber der Titel „Against Design“? Die von den Kuratoren Sebastian Hackenschmidt (MAK) und Gastkurator Hermann Czech entwickelte Ausstellung zeigt Frank in dieser Schau mit einem grundsätzlich pragmatischen Gestaltungsansatz: Bereits Vorhandenes sollte berücksichtigt und intuitiv für den Gebrauch weiterentwickelt werden. Für Frank standen weniger formale Qualitäten als vielmehr solche des sozialen Erlebens im Vordergrund. Doch wie lässt sich diese These als Ausstellung umsetzen und räumlich zur Darstellung bringen? Welchen gestalterischen Anspruch erhebt „Against Design“? In welchem Verhältnis stehen Exponate und kuratorisches Konzept? 

 

74: Für Garderobe wird nicht gehaftet. Widerständiges in Mode und Produktion

Renate Höllwart und Beatrice Jaschke (schnittpunkt, /ecm) im Gespräch mit Angelika Höckner und Gerald Moser (Ausstellungsgestaltung, Wunderkammer) und Martina Affenzeller, Renate Woditschka, Konrad Zirm (Grafische Gestaltung, zunder zwo) sowie Frédéric Singer und Anastasia Soutormina (zwei der KuratorInnen, /ecm)

Samstag, 9. Jänner 2016, 18.00 Uhr
AIL – Angewandte Innovation Laboratory, Franz-Josef Kai 3, 1010 Wien

Im Rahmen des Rundganges „power of display“ beleuchtet schnittpunkt die strukturellen und inhaltlichen Dimensionen dieses vielschichtigen Projekts und widmet sich Aspekten der kuratorischen und gestalterischen Umsetzung. Welche Geschichten erzählt die räumliche Anordnung? Wie wird der rote Faden gesponnen, welche Schnitte werden gesetzt und wie spielen grafische und räumliche Gestaltung zusammen?

 

73: Die Universität. Eine Kampfzone

Im Gespräch sind Werner Hanak-Lettner (Chefkurator JMW), Adina Seeger (Assistenzkuratorin JMW), Stefan Fuhrer (Ausstellungsgestaltung), Monika Sommer (schnittpunkt)

Donnerstag, 17. Dezember 2015, 16.30 bis 18.00 Uhr
Jüdisches Museum Wien, Dorotheergasse 11, 1010 Wien

Was ist eine offene Universität? Mit der Frage nach Inklusion und Exklusion begibt sich die Ausstellung „Die Universität. Eine Kampfzone“ auf die Reise durch das Wien der vergangenen 650 Jahre. Während es Juden mit dem Toleranzpatent 1782 erstmals nach über 400 Jahren möglich ist, an der Universität Wien zu studieren, müssen Jüdinnen nochmals über 100 Jahre warten. Die Universität wird im kurzen 19. Jahrhundert zu einem jüdischen Hoffnungsgebiet, entpuppt sich jedoch ab den 1880er-Jahren als zunehmend antisemitische Kampfzone, die sich während der Ersten Republik zusätzlich brutalisiert. Wie kann diese Geschichte im Format Ausstellung aus jüdischer Perspektive erzählt und gezeigt werden? Entpuppen sich zahlreiche gängige österreichische Geschichtsnarrative über die Zeit vor 1938 auf universitärem Boden als nicht haltbar?

 

72: Inventarnummer 1938. Provenienzforschung am Technischen Museum Wien

Im Gespräch sind Christian Klösch (Kurator, Provenienzforschung TMW),
Peter Karlhuber (Gestaltung „Inventarnummer 1938“), Martina Griesser (Sammlungsleitung TMW, schnittpunkt), Monika Sommer (schnittpunkt)

Donnerstag, 12. November 2015, 16.30 bis 18.00 Uhr
Technisches Museum Wien, Mariahilfer Strasse 212, 1140 Wien

Die mediale Diskussion um Provenienzforschung wird beherrscht von der Rückgabe wertvoller Kunstwerke, doch der Raubzug der Nazis machte auch vor Dingen des Alltags und technischen Geräten nicht halt. Seit 1998 sucht das Technische Museum Wien mit Österreichischer Mediathek (TMW) nach NS-Raubgut in seinen Sammlungen. „Inventarnummer 1938“ zeigt die bisher identifizierten Objekte, rekonstruiert die Lebensgeschichten der Beraubten und dokumentiert die Suche nach den heute in aller Welt verstreut lebenden Erben. Die im November 2015 eröffnete Schau ist von nun an fester Bestandteil der Dauerausstellung im Technischen Museum: Im besten Fall ist es eine Ausstellung, die sich durch die Restitution der Objekte allmählich selbst wieder auflöst.

Wie lässt sich der heterogene Exponatbestand – beispielsweise ein Auto, ein Radioapparat, ein Durchlauferhitzer – im Kontext der bestehenden Dauerausstellung gestalterisch und inhaltlich integrieren? Welche Rolle spielen die Museumsobjekte in der Reflexion über Arisierungsprozesse um 1938 und über die Geschichte von Gewalt, Flucht und Vertreibung? Wie lässt sich eine Brücke zu aktuellen politischen Ereignissen in Österreich und Europa schlagen?

Die TMW-Datenbank zum NS-KFZ-Raub gibt zusätzlich die Möglichkeit online zu recherchieren. Die frei zugängliche Datenbank umfasst über 3.000 Kraftfahrzeuge von JüdInnen und RegimegegnerInnen, die im Jahr 1938 von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und geraubt wurden:
www.technischesmuseum.at

 

71: Freud’s Dining Room. Möbel bewegen Erinnerung

Monika Sommer (schnittpunkt) im Gespräch mit Birgit Johler (Kuratorin Volkskundemuseum) und Alexander Kubik (Gestaltung)

Donnerstag, 5. November 2015, 18.00 Uhr
Volkskundemuseum, Laudongasse 15, 1080 Wien

In London, im heutigen Freud Museum, stehen im ehemaligen "Dining Room" der Familie Freud fünf Möbelstücke ländlich-alpiner Herkunft. Anna Freud hatte sie um 1930 für ihr Wochenendhaus in Niederösterreich erworben. 1938, nach dem "Anschluss“ Österreichs an NS-Deutschland, entschlossen sich die Freuds, Österreich zu verlassen. Die Kästen und Truhen aus Hochrotherd konnten dank Anna Freuds Kollegin und Freundin, der US-Amerikanerin Dorothy Burlingham, aus Österreich ausgeführt werden. Die Ausstellung "Freud’s Dining Room" spürt der Geschichte dieser Möbelstücke und der Bedeutung für ihre ehemalige Eigentümerin in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen und -stationen nach.

Wie lässt sich eine Intervention in eine Dauerausstellung gestalten, die sich materiell nicht in Originalen manifestiert? Wie kann eine Sonderausstellung in der Dauerausstellung des Museums eine Reflexion der eigenen musealen Zeigepraxis erreichen? Wenn authentische Objekte fehlen, was ist dann die Aufgabe der „Substitute“?

Gemeinsam diskutieren wir über das Making-of bzw. über die gewählten Repräsentationsformen der Ausstellung als eine mögliche Form von kultureller bzw. ästhetischer Praxis.

 

70: "Wien. Die Perle des Reiches" Planen für Hitler

Ein Gespräch mit Monika Platzer und Ingrid Holzschuh (Kuratorinnen AzW), Gabu Heindl und Lisi Zeininger (GABU Heindl Architektur) und Toledo i Dertschei (GestalterInnen)
Moderation: Renate Höllwart und Monika Sommer (schnittpunkt)

Mittwoch, 12. August 2015, 17.00 Uhr
Architekturzentrum Wien, Museumsplatz 1, im MQ, 1070 Wien

Die Ausstellung „Wien. Die Perle des Reiches" Planen für Hitler zeigt das breite Spektrum des Wiener Baugeschehens während des Nationalsozialismus. Die Bau- und Planungstätigkeit im Dritten Reich am Beispiel Wiens veranschaulicht die weitreichenden Zusammenhänge und Verflechtungen der NS-Ziele – Architektur wird für eine aggressive Expansionspolitik des NS-Regimes instrumentalisiert, Städtebau und Raumplanung werden zum Machtinstrument für eine nationalsozialistische Bevölkerungspolitik. Dem paradoxerweise weit verbreiteten Mythos, Wien würde nur eine untergeordnete Rolle im Planungsgeschehen des Dritten Reiches spielen, wird in der Ausstellung nachgespürt und die mächtige Funktion Wiens als Drehscheibe und Transitraum von und nach Südosteuropa entgegengestellt.

Ausgehend vom Archivbestand von Klaus Steiner geht die Ausstellung dabei Kontinuitäten in der Stadt- und Raumplanung und dem Wirken der AkteurInnen von der Zwischenkriegszeit, über das Dritte Reich und die Nachkriegsjahre bis in die Gegenwart nach. Ziel der Kuratorinnen ist die Veränderung, Überformung, Inszenierung und Modernisierung der Stadt nachvollziehbar zu machen.

Im Rahmen eines Rundgangs widmet sich schnittpunkt Aspekten der kuratorischen Umsetzung, der Ausstellungsarchitektur und Gestaltung: Welche Problematiken birgt das Ausstellen von Originalmaterialien aus der NS-Zeit? Wie werden eine Vielzahl von Plänen, Fotografien und Schriftstücke im Raum inszeniert? Wie können dabei Planungen aus der NS-Zeit mit Parallelen und Kontinuitäten in der Gegenwart konfrontiert und visualisiert werden? Und welche Rolle spielt dabei der Umgang mit Text und Sprache?

 

69: Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof

Martina Griesser und Monika Sommer (beide schnittpunkt) im Gespräch mit Helga Bock (Bestattungsmuseum) und Virgil Widrich (checkpoint media)

Dienstag, 21. Juli 2015, 18.00 Uhr
Bestattungsmuseum Wien am Wiener Zentralfriedhof, Tor 2 (Haupteingang), Untergeschoß der Aufbahrungshalle 2, Simmeringer Hauptstraße 234, 1110 Wien

Der Tod gehört in der öffentlichen Wahrnehmung zu Wien wie der Stephansdom. Das Bestattungsmuseum, 1967 gegründet, verdankt sich dem Mythos der besonderen Beziehung der Stadt zum Totenkult und einer privaten Sammelleidenschaft. 2014 übersiedelt das Museum an den Zentralfriedhof und positioniert sich nahe an den letzten Orten neu. Es versteht sich als Besucher/innen-Zentrum und zeigt anhand von 250 Objekten verschiedene Aspekte von Trauerfällen. schnittpunkt widmet sich Fragen wie: An wen adressiert sich die Institution? Was bedeutet es, als Generalunternehmen die Neukonzeption eines Firmenmuseums zu übernehmen? Welche Rolle spielen multimediale Aspekte der Vermittlung? Wie gestaltet sich das Spannungsfeld zwischen den Objekten und den Audio- bzw. Videoinstallationen? Funktioniert ein Museum auch ohne Aufsicht? Wird die Sammlung weiter ausgebaut?

Im Rahmen des Rundganges "power of display" beleuchtet schnittpunkt die strukturellen und inhaltlichen Dimensionen dieses vielschichtigen Projekts und widmet sich Aspekten der kuratorischen und gestalterischen Umsetzung ebenso wie Implikationen der Überschneidung des Rollenverständnisses von KünstlerIn und KuratorIn. In welchem Verhältnis stehen hier kuratorische Arbeit, künstlerisches Gesamtkonzept und individuelles Werk?

Treffpunkt: 18.00 Uhr, Eingang Bestattungsmuseum am Zentralfriedhof
Straßenbahnen 71, 6, Bus 373, 572, 71A
www.bestattungsmuseum.at

 

68: „41 Tage. Kriegsende 1945 – Verdichtung der Gewalt“. Eine Ausstellung am Heldenplatz und im Äußeren Burgtor

Beatrice Jaschke (schnittpunkt) im Gespräch mit Dieter A. Binder, Georg Hoffmann, Monika Sommer, Heidemarie Uhl (wissenschaftlich-kuratorisches Team), Stefan Oláh (Fotograf), Stefan Fuhrer (Grafiker) und Thomas Hamann (Szenograph)

Donnerstag, 18. Juni 2015, 14.00 Uhr
Krypta des Äußeren Burgtors, Heldenplatz

An zwei Schauplätzen, dem Heldenplatz und dem Äußeren Burgtor, zeigt die Ausstellung zum Kriegsende 1945 in Österreich die Verdichtung der Gewalt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Auf dem Heldenplatz veranschaulichen zwölf ausgewählte Orte – fotografiert von Stefan Oláh – Gewaltverbrechen des NS-Regimes, das bis zur letzten Minute versucht, sein Terrorsystem in Österreich aufrecht zu erhalten. In der Krypta im Äußeren Burgtor wird „Wien 1945 – Großstadt im Krieg“ thematisiert und „41 Momentaufnahmen“ verdeutlichen die Ambivalenz der individuellen Erfahrungen und Wahrnehmungen in der Phase des Kriegsendes.

Was bedeutet es, eine Ausstellung im öffentlichen Raum an diesem geschichtsträchtigen Ort zu machen? Wie werden die nationalsozialistischen Kriegsendphaseverbrechen visualisiert? Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen der künstlerischen Fotografie und den historischen Dokumenten? Wird sich das Burgtor nach dieser ersten zeitgeschichtlichen Ausstellung in der Krypta als Ausstellungsort etablieren?

Im Rahmen des Rundganges "power of display" beleuchtet schnittpunkt die strukturellen und inhaltlichen Dimensionen dieses vielschichtigen Projekts und widmet sich Aspekten der kuratorischen und gestalterischen Umsetzung ebenso wie Implikationen der Überschneidung des Rollenverständnisses von KünstlerIn und KuratorIn. In welchem Verhältnis stehen hier kuratorische Arbeit, künstlerisches Gesamtkonzept und individuelles Werk?

Treffpunkt: Krypta des Äußeren Burgtors, Heldenplatz
www.oeaw.ac.at/41Tage

 

66: Von wegen stilles Örtchen – Wiener Toiletten / Brennpunkt. Museum der Heizkultur Wien

Ein Gespräch mit den beiden Kuratorinnen Beatrice Jaschke und Monika Sommer (purpurkultur / schnittpunkt), den GestalterInnen Florian Koch und Christine Zmölnig (sensomatic), dem Fotografen: Victor Jaschke
Moderation: Christine Haupt-Stummer (section.a / schnittpunkt)

Donnerstag, 12. Februar, 17.00 Uhr
Brennpunkt. Museum der Heizkultur Wien, Malfattigasse 4, 1120 Wien

Die Ausstellung zeigt, dass Toiletten nicht still sind. Im Gegenteil, in vielfacher Weise sind sie sprechende Orte: Sie erzählen von sozialer und politischer Geschichte, von Intimität und Scham, werfen Fragen der Geschlechterverhältnisse, der Hygiene und der der Umweltbewegung auf. schnittpunkt geht in einem Rundgang mit den beiden Kuratorinnen und den GestalterInnen die Verbindungen von Gestaltung und Inhalt nach und fragt mit welchen Mitteln die GestalterInnen die kuratorische Narration in den niedrigen Kellerraum gesetzt haben. Wie hat die Geschichte den Raum verändert, welche Rolle spielen Interaktiva und wie wurde der Vienna Sound Walk integriert? In welchem Verhältnis stehen die Fotos zu den Texten und welche Rolle spielen die Objekte?

Im Rahmen des Rundganges "power of display" beleuchtet schnittpunkt die strukturellen und inhaltlichen Dimensionen dieses vielschichtigen Projekts und widmet sich Aspekten der kuratorischen und gestalterischen Umsetzung ebenso wie Implikationen der Überschneidung des Rollenverständnisses von KünstlerIn und KuratorIn. In welchem Verhältnis stehen hier kuratorische Arbeit, künstlerisches Gesamtkonzept und individuelles Werk?

 

65: Sigmund Freud und das Spiel mit der Bürde der Repräsentation / 21er Haus

Ein Gespräch mit Luisa Ziaja (Kuratorin) und Monika Sommer (schnittpunkt)

Mittwoch, 12. November 2014, 19.00 Uhr
21er Haus, Arsenalstrasse 1, 1030 Wien

Das 21er Haus hat den 75. Todestag von Sigmund Freud im September 2014 zum Anlass für eine Ausstellung genommen, die Fragen der Repräsentation, Freud’scher Theorien und bildender Kunst ins Spiel bringt. Sigmund Freud und das Spiel mit der Bürde der Repräsentation zeigt Arbeiten von über 70 Künstlerinnen und Künstlern zu den vielfältigen Schnittstellen von visueller Kultur und Psychoanalyse. Es handelt sich aber nicht um eine konventionelle Group Show, sondern um eine sogenannte Curated Installation des amerikanischen Konzeptkünstlers Joseph Kosuth, der in gestalterisch-kuratorischer Funktion tätig war.

Im Rahmen des Rundganges "power of display" beleuchtet schnittpunkt die strukturellen und inhaltlichen Dimensionen dieses vielschichtigen Projekts und widmet sich Aspekten der kuratorischen und gestalterischen Umsetzung ebenso wie Implikationen der Überschneidung des Rollenverständnisses von KünstlerIn und KuratorIn. In welchem Verhältnis stehen hier kuratorische Arbeit, künstlerisches Gesamtkonzept und individuelles Werk?

 

64: Neue Wege nichts zu tun / Kunsthalle Wien

Ein Gespräch mit Julia Hohenwarter (Künstlerin http://juliahohenwarter.com/) und Vanessa Joan Müller (Kuratorin, Leitung Dramaturgie Kunsthalle Wien),
Moderation: Christine Haupt-Stummer und Renate Höllwart (schnittpunkt)

Freitag, 10. Oktober 2014, 16.00 Uhr
Kunsthalle Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Neue Wege nichts zu tun widmet sich einer künstlerischen Produktion, die sich der Aktivität, dem Machen und Herstellen eines Werks entgegenstellt und stattdessen Formen des Nichtstuns, des Unterlassens oder der Tautologie positiv besetzt. Das Unterlassen bringt dabei nicht nur ein kritisches, sondern auch ein schöpferisches Moment hervor. Eine der beteiligten KünstlerInnen der thematischen Gruppenausstellung ist Julia Hohenwarter. Sie wurde von Seiten der Kuratorinnen eingeladen, das Ausstellungsdisplay zu entwickeln. schnittpunkt geht gemeinsam mit ihr und einer der beiden Kuratorinnen den Verbindungen von Gestaltungs- und Präsentationsfragen nach, die aufkommen können, wenn künstlerische Installation und museale Gestaltungselemente aufeinander treffen: Mit welchen künstlerischen und gestalterischen Mitteln übersetzt die Künstlerin die kuratorische Narration in den Raum? In welchem Spannungsverhältnis steht dabei die skulpturale Geste gegenüber der gestalterischen Funktion? Wie bestimmen die Trägerelemente den Weg und die Rezeption der AusstellungsbesucherInnen? Wo bricht die Künstlerin bewusst mit einzelnen Anordnungen die Choreografie der Ausstellung im Sinne des Ausstellungsthemas? Schafft die räumliche Präsenz der Gestaltungselemente eine Hierarchisierung innerhalb der Ausstellung?

 

62: THE VANISHING MIDDLE CLASS / Lisl Ponger

Ein Gespräch mit Lisl Ponger (Künstlerin ) und Eva Dertschei (Gestalterin, Toledo i Dertschei). Moderation: Beatrice Jaschke und Nora Sternfeld (schnittpunkt)

Freitag, 28. März 2014, 16.00 Uhr
Secession Wien, Friedrichstraße 12, 1010 Wien

Lisl Ponger hat Im Hauptraum der Secession ein für kritische museologische Diskurse höchst relevantes Projekt ins Leben gerufen: das Museum für fremde und vertraute Kulturen, kurz MuKul. In den vier Räumen des Museums präsentiert Lisl Ponger zwei Ausstellungen: The Vanishing Middle Class, eine Schau, die ganz im Sinne der sogenannten „Rettungsethnologie" eine vom Verschwinden bedrohte Bevölkerungsgruppe möglichst facettenreich zu erfassen und dokumentieren versucht, und die Sonderausstellung Lisl Ponger. Wild Places mit einer Reihe fotografischer Arbeiten der Künstlerin aus den Jahren 2000 bis 2010. Ponger inszeniert ihr fiktives Museum detailgetreu: es beruht auf akribischen Recherchen und genauen Beobachtungen und wirft dabei unzählige Fragen zu aktuellen Arbeitsverhältnissen, zu Prekarität und Politik sowie zur Konstruiertheit von (kultureller) Identität, den – oft stereotypen – Vorstellungen und Wahrnehmungen des „Anderen“ und damit verbundenen Problematiken bildlicher Repräsentation auf. Die Gestaltung des Museums, entwickelt in Kooperation mit Toledo i Dertschei, setzt die klassischen Mittel kulturhistorischer Ausstellungspräsentationen ein und konfrontiert diese gekonnt mit den Logiken des paradigmatischen White Cubes der Secession.

schnittpunkt geht den Verbindungen von Gestaltungs- und Repräsentationsfragen nach, die aufkommen können, wenn künstlerische Installation und museale Narration aufeinander treffen: Welche Ein- und Ausschlüsse bzw. Distinktionen generieren die Repräsentationsstrategien und Präsentationsformen in kulturhistorischen Museen bzw. Kunsträumen? Mit welchen künstlerischen und gestalterischen Mitteln werden diese in dem Projekt konfrontiert? Wie können Repräsentationslogiken gegeneinander ausgespielt und durchbrochen werden? Welche Zukunftsvisionen stecken in dem reflexiven Museumsprojekt?

 

61: OUT OF THE BOX. 10 FRAGEN AN KÜNSTLERISCHE FORSCHUNG

Ein Gespräch mit Johanna Leon (/ecm-Kuratorin), Georg Schnitzer und Peter Umgeher (Vandasye)?Moderation: Renate Höllwart und Beatrice Jaschke (/ecm und schnittpunkt)

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 16.30 Uhr
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst, Stubenring 5, 1010 Wien

Was machen künstlerische ForscherInnen heute? Ausgehend von dieser Frage präsentiert die Ausstellung Out of the Box ein breites Spektrum von aktuellen Forschungspraktiken, bei denen Wissen durch künstlerische Herangehensweisen produziert wird. Gezeigt werden Momentaufnahmen aus zehn internationalen Forschungsprojekten der Universität für angewandte Kunst Wien, die die Grenzen zwischen Kunst und Wissenschaft aufbrechen. Die Ausstellung wurde von den TeilnehmerInnen des /ecm Lehrganges 2012-14 kuratiert.

Im Rahmen des Rundganges "power of display" beleuchtet schnittpunkt Aspekte der kuratorischen und gestalterischen Umsetzung der Ausstellung und deren Zusammenspiel. Wie verhalten sich kuratorische Fragestellungen zu den inhaltlichen Aspekten der ausgestellten Forschungsprojekte? Wie lassen sich Prozesse darstellen und vermitteln? Wie gelingt es zehn Projekte gleichwertig in einem Raum zu präsentieren ohne dabei einen Messecharakter zu erzeugen? Wie wurde mit der Lichtsituation umgegangen? Wie spielen die grafischen Lösungen mit der Architektur zusammen? Was ist die Tag Cloud und ihre Funktion? Gemeinsam mit einer der KuratorInnen und den Gestaltern der Ausstellung diskutieren Renate Höllwart und Beatrice Jaschke diese und andere Fragen.
www.thinkoutofthebox.at
www.ecm.ac.at
www.dieangewandte.at

 

60: URSULA MAYER: BUT WE LOVED HER

Ein Gespräch mit Bettina Steinbrügge (Kuratorin) und Ursula Mayer (Künstlerin)
Moderation: Luisa Ziaja und Martina Griesser-Stermscheg (schnittpunkt)

Donnerstag, 21. November 2013, 17.00 Uhr
21er Haus, Schweizergarten, Arsenalstraße 1, 1030 Wien

In ihrer Einzelausstellung BUT WE LOVED HER beschäftigt sich die in London lebende Künstlerin Ursula Mayer mit Fragen zu neoliberalen Identitäten und zur Konsumkultur der postkapitalistischen Gesellschaft und verschränkt diese mit Möglichkeiten des Filmischen, soziale Normierungen und Stereotype sichtbar zu machen und zu brechen.

Im Rahmen eines Rundgangs in der Reihe "power of display" beleuchtet schnittpunkt Aspekte der künstlerischen, kuratorischen und visuellen Umsetzung der Ausstellung und deren Zusammenspiel: Wie lassen sich die vielfachen Quellen und Referenzen aus Film, Philosophie, Politik und Kultur in ein räumlich-installatives Gefüge übersetzen? Wie wurde konkret mit der Herausforderung umgegangen, in diesem lichtdurchfluteten Pavillonbau Filmprojektionen zu zeigen? In welchem Verhältnis stehen die skulpturalen, fotografischen und filmischen Exponate zum eigens entwickelten Display und wird dieses in der Ausstellung selbst zum Thema?
Gemeinsam mit der Kuratorin Bettina Steinbrügge und der Künstlerin Ursula Mayer diskutiert schnittpunkt diese und andere Fragen. 

 

59: Gelehrte Objekte? Wege zum Wissen

Ein Gespräch mit Matthias Beitl (Kurator, Direktor Volkskundemuseum), Christian Sturminger (Gestalter), Andrea Hubin (Science Communications Research), Beatrice Jaschke und Martina Griesser (schnittpunkt)

Freitag, 25. Oktober 2013, 16.00–17.30 Uhr
Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, 1080 Wien

Universitäre Sammlungen geraten zunehmend in den Blick der Öffentlichkeit. Im Unterschied zu den in Museen eingelagerten Objekten handelt es sich dabei zumeist um Resultate aus Forschungsprozessen und Vermittlungsarbeit. Diese Ausstellung versammelt erstmals eine Auswahl der Bestände der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.

Wie werden ägyptische Scheingefäße, griechische Spielfilme, Apollonköpfe neben persönlichen Nachlässen ausgestellt? Mit welchen Mitteln werden wissenschaftliche Forschungsarbeit und das Nachdenken über die Dinge in den Raum gebracht? In welchem Verhältnis stehen Originalexponate und Medien? Wie werden die wissenschaftlichen Disziplinen vernetzt oder aber voneinander abgegrenzt? Wie verbinden sich die drei Gesprächsstationen und wie werden die BesucherInnen eingebunden? In welchem Verhältnis stehen Universität und Museum im Bezug auf das Sammeln und Forschen? Diese und andere Fragen diskutieren die Ausstellungsmacher gemeinsam mit schnittpunkt während eines Rundgangs durch die außergewöhnliche Ausstellung.

 

58: Egon-Schiele-Geburtshaus am Bahnhof Tulln

Ein Gespräch mit Isabelle Blanc und Chiara Riccardi vom Team toikoi (Gestaltung und kuratorische Begleitung), Monika Sommer und Beatrice Jaschke (schnittpunkt)

Freitag, 13. September 2013, 17.00 Uhr
Egon-Schiele-Geburtshaus am Bahnhof, Bahnhofstraße 69, 3430 Tulln

Am 16. Juni 2013 eröffnete am Tullner Bahnhof die umgebaute Geburtswohnung
Egon Schieles. Erstmals sind die neu gestalteten Räumlichkeiten für BesucherInnen geöffnet und bieten authentische Einblicke in die bewegende Kindheit des Künstlers: Als Sohn des Bahnhofsvorstands Adolf Schiele wird Egon Schiele am 12. Juni 1890 in der Dienstwohnung des Vaters in Tulln geboren und verbringt dort die ersten 11 Jahre seines kurzen Lebens. Wie prägte dieses Umfeld den später so berühmten Künstler?

Das Fehlen von Originalmöbeln und sogar von Fotografien oder Dokumentationen der Wohnung stellte das Ausstellungsteam vor besondere Herausforderungen. Wie lässt sich ein Geburtshaus zeitgemäß gestalten? Ist es möglich, solche auratischen Räume möglichst authentisch zu gestalten? Ist es sinnvoll? Welche Chancen birgt ein Ausstellungsraum ohne Originalobjekte?
Die vom Ausstellungsteam realisierten Lösungen sollen gemeinsam vor Ort diskutiert, in Frage gestellt, bestätigt oder weiterentwickelt werden.

Anreise
Mit dem Zug: Tulln Hauptbahnhof vom Franz Josefsbahnhof bzw. Spittelau oder Heiligenstadt.
Mit dem Auto: Hauptbahnhof Tulln, 3430 Tulln, Bahnhofstraße 69

Treffpunkt: im Warteraum des Bahnhofs

 

57: Alle MESCHUGGE?

Ein Gespräch mit Julia Landsiedl (Gestaltung), Cora Akdogan (Grafikdesign), Marcus Patka (Kurator), Monika Sommer und Martina Griesser (schnittpunkt)

Mittwoch, 4. September 2013, 16.30 Uhr
Jüdisches Museum Wien, Dorotheergasse 11, 1010 Wien

Auf über 500 Quadratmetern bietet die Wanderausstellung im Jüdischen Museum Wien Einblick in das breite Spektrum des jüdischen Humors; von der jiddischen Tradition, über den Humor in Wien und Berlin in den 1920er und 30er Jahren, das Lachen im Exil und im Angesicht der Shoah, bis hin zur Gegenwart in Israel und den USA.

Doch wie sieht Humor eigentlich aus und wie lässt er sich im Museum darstellen? Was bringt BesucherInnen zum Lachen und ist dies das Ziel der Ausstellung? In welchem Verhältnis stehen Originalexponate und Medien? Wer legt in einer Ausstellung die Zahl der Kopfhörer und der Displays fest? Wie unterscheidet sich die Gestaltung einer Wanderausstellung von einer einmali-gen, ortsgebundenen Sonderausstellung?

Diese und andere Fragen diskutieren die AusstellungsmacherInnen gemeinsam mit schnittpunkt während eines Rundgangs durch die Ausstellung, deren Gestaltung von einem Steckkartenspiel inspiriert wurde. 

 

56: Utopie Gesamtkunstwerk

Gespräch mit Harald Krejci (Kurator) und Esther Stocker (Künstlerin, Ausstellungsarchitektur)
Moderation: Luisa Ziaja (schnittpunkt)

Mittwoch, 16. Mai 2012, 16.00 Uhr
21er Haus, Schweizergarten, Arsenalstraße 1, 1030 Wien

Die Ausstellung Utopie Gesamtkunstwerk widmet sich der historischen Idee des Gesamtkunstwerks aus einer dezidiert kritischen, zeitgenössischen Perspektive und geht Ansätzen ihrer Aktualisierung in der Kunst seit 1960 nach.
Im Rahmen eines Rundgangs in der Reihe "power of display" beleuchtet schnittpunkt Aspekte der kuratorischen und visuellen Umsetzung der Ausstellung und deren Zusammenspiel:
Wie lässt sich die Notwendigkeit des Fragmentarischen gerade im Kontext dieses Themas produktiv machen? In welchem Verhältnis steht die von der Künstlerin Esther Stocker entworfene Ausstellungsarchitektur zu den erst kürzlich adaptierten Räumlichkeiten des 21er Hauses? Wie beeinflusst und leitet dieses Display die Rezeption einzelner Werke im Ausstellungszusammenhang und setzt damit auch inhaltliche Schwerpunkte? Wird die Ausstellung in der Gestaltung selbst zum Thema?

Gemeinsam mit dem Kurator Harald Krejci und der Künstlerin Esther Stocker diskutiert schnittpunkt diese und andere Fragen.