You are using an unsupported browser, so some features may not work. Please upgrade to a modern browser
Ihr Webbrowser ist veraltet und wird leider nicht in vollem Umfang unterstützt.

62: THE VANISHING MIDDLE CLASS / Lisl Ponger

Ein Gespräch mit Lisl Ponger (Künstlerin ) und Eva Dertschei (Gestalterin, Toledo i Dertschei). Moderation: Beatrice Jaschke und Nora Sternfeld (schnittpunkt)

Freitag, 28. März 2014, 16.00 Uhr
Secession Wien, Friedrichstraße 12, 1010 Wien

Lisl Ponger hat Im Hauptraum der Secession ein für kritische museologische Diskurse höchst relevantes Projekt ins Leben gerufen: das Museum für fremde und vertraute Kulturen, kurz MuKul. In den vier Räumen des Museums präsentiert Lisl Ponger zwei Ausstellungen: The Vanishing Middle Class, eine Schau, die ganz im Sinne der sogenannten „Rettungsethnologie" eine vom Verschwinden bedrohte Bevölkerungsgruppe möglichst facettenreich zu erfassen und dokumentieren versucht, und die Sonderausstellung Lisl Ponger. Wild Places mit einer Reihe fotografischer Arbeiten der Künstlerin aus den Jahren 2000 bis 2010. Ponger inszeniert ihr fiktives Museum detailgetreu: es beruht auf akribischen Recherchen und genauen Beobachtungen und wirft dabei unzählige Fragen zu aktuellen Arbeitsverhältnissen, zu Prekarität und Politik sowie zur Konstruiertheit von (kultureller) Identität, den – oft stereotypen – Vorstellungen und Wahrnehmungen des „Anderen“ und damit verbundenen Problematiken bildlicher Repräsentation auf. Die Gestaltung des Museums, entwickelt in Kooperation mit Toledo i Dertschei, setzt die klassischen Mittel kulturhistorischer Ausstellungspräsentationen ein und konfrontiert diese gekonnt mit den Logiken des paradigmatischen White Cubes der Secession.

schnittpunkt geht den Verbindungen von Gestaltungs- und Repräsentationsfragen nach, die aufkommen können, wenn künstlerische Installation und museale Narration aufeinander treffen: Welche Ein- und Ausschlüsse bzw. Distinktionen generieren die Repräsentationsstrategien und Präsentationsformen in kulturhistorischen Museen bzw. Kunsträumen? Mit welchen künstlerischen und gestalterischen Mitteln werden diese in dem Projekt konfrontiert? Wie können Repräsentationslogiken gegeneinander ausgespielt und durchbrochen werden? Welche Zukunftsvisionen stecken in dem reflexiven Museumsprojekt?