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70: "Wien. Die Perle des Reiches" Planen für Hitler

Ein Gespräch mit Monika Platzer und Ingrid Holzschuh (Kuratorinnen AzW), Gabu Heindl und Lisi Zeininger (GABU Heindl Architektur) und Toledo i Dertschei (GestalterInnen)
Moderation: Renate Höllwart und Monika Sommer (schnittpunkt)

Mittwoch, 12. August 2015, 17.00 Uhr
Architekturzentrum Wien, Museumsplatz 1, im MQ, 1070 Wien

Die Ausstellung „Wien. Die Perle des Reiches" Planen für Hitler zeigt das breite Spektrum des Wiener Baugeschehens während des Nationalsozialismus. Die Bau- und Planungstätigkeit im Dritten Reich am Beispiel Wiens veranschaulicht die weitreichenden Zusammenhänge und Verflechtungen der NS-Ziele – Architektur wird für eine aggressive Expansionspolitik des NS-Regimes instrumentalisiert, Städtebau und Raumplanung werden zum Machtinstrument für eine nationalsozialistische Bevölkerungspolitik. Dem paradoxerweise weit verbreiteten Mythos, Wien würde nur eine untergeordnete Rolle im Planungsgeschehen des Dritten Reiches spielen, wird in der Ausstellung nachgespürt und die mächtige Funktion Wiens als Drehscheibe und Transitraum von und nach Südosteuropa entgegengestellt.

Ausgehend vom Archivbestand von Klaus Steiner geht die Ausstellung dabei Kontinuitäten in der Stadt- und Raumplanung und dem Wirken der AkteurInnen von der Zwischenkriegszeit, über das Dritte Reich und die Nachkriegsjahre bis in die Gegenwart nach. Ziel der Kuratorinnen ist die Veränderung, Überformung, Inszenierung und Modernisierung der Stadt nachvollziehbar zu machen.

Im Rahmen eines Rundgangs widmet sich schnittpunkt Aspekten der kuratorischen Umsetzung, der Ausstellungsarchitektur und Gestaltung: Welche Problematiken birgt das Ausstellen von Originalmaterialien aus der NS-Zeit? Wie werden eine Vielzahl von Plänen, Fotografien und Schriftstücke im Raum inszeniert? Wie können dabei Planungen aus der NS-Zeit mit Parallelen und Kontinuitäten in der Gegenwart konfrontiert und visualisiert werden? Und welche Rolle spielt dabei der Umgang mit Text und Sprache?