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02: Technische Museen

"In controversies about technology and society, there is no idea more provocative than the notion that technical things have political qualities." Langdon Winner

ReferentInnen: Silke Bellanger, Ulrike Felt, Lisa Noggler-Gürtler
Case Study: Dieter Bogner, Christian Rapp
Moderation: Martina Griesser, Charlotte Martinz-Turek, Christiane Rainer 

6.–7. März 2004

storyline geht den Erzählungen und Präsentationen in Schausammlungen auf den Grund. Im zweiten Veranstaltungsblock der Workshop-Reihe story line hinterfragt schnittpunkt Dauerausstellungen in technischen Museen. Im Anschluss an zwei theoretische Impulsreferate zur sozialen Konstruktion von Technik und der Frage nach dem originalen technischen Objekt oder den Hands-on Modellen (Ulrike Felt, Silke Bellanger) werden zwei Sammlungen des technischen Museums Wien analysiert und anschließend mit den Kustoden Helmut Lackner und Otmar Moritsch reflektiert. Einen weiteren Input gibt das t-mobile Future Haus. Auf der Basis dieser theoretischen und praktischen Inputs erarbeiten die TeilnehmerInnen des Workshops - betreut von Dieter Bogner und Christian Rapp - eine Case Study zu einem Dauerdisplay technischer Objekte.

Museen sind immer noch Orte, wo Definitionen präsentiert und Ordnungen geschaffen werden. Gerade in Technischen Museen, die ein nahezu unbeschränktes Zielpublikum ansprechen, wird diese Tatsache leicht übersehen. Das Versprechen, Einblicke in technische Entwicklungen und Funktionsweisen zu geben und diese für jedermann verständlich aufzubereiten, macht es schwierig, von Reflexion und Analyse bei den BesucherInnen zu initiieren.

Doch welches Verständnis von Technik wird anhand der Schausammlungen weiter getragen und produziert? Wie weit können Museen die Rolle von Technik als gesellschaftliche Ordnungsmacht offen legen? Sprechen sie die Rolle von Technik als politischen Faktor an? Welche Rolle spielen dabei die Objekte in den ständigen Ausstellungen der technischen Museen? Kunstwerken ähnlich werden sie auf Sockeln oder in Vitrinen präsentiert. Staunend - über das Material, die Erfindung, die Möglichkeiten - stehen die BesucherInnen vor Dampfmaschinen oder vor riesigen Maschinen aus dem Bergbau. Neben dem oft ästhetisch präsentierten Originalobjekt sollen Kopien in Form von sog. Hands-on Objekten den BesucherInnen jegliche Berührungsängste mit Technik nehmen. Welcher Wissensgewinn soll dahinter stecken? Oder sind sie lediglich unterstützende Beweise für die Originalobjekte und deren Präsentation?