24: gastarbajteri – 40 jahre arbeitsmigration
Dialog mit Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten / Ausstellungskuratorin) und Simonetta Ferfoglia, Heinrich Pichler (gangart / künstlerische Konzeption)
Moderation: Nora Sternfeld (schnittpunkt / Büro trafo.K)
Samstag, 13. März 2004
Wien Museum Karlsplatz
Die Ausstellung gastarbajteri, 40 Jahre Arbeitsmigration erzählt Geschichten der Migration nach Österreich anhand von elf Stationen, die über elf exemplarische Orte - als Dispositive der Ausstellungsnarration - die Zusammenhänge zwischen Biografien von ArbeitsmigrantInnen und strukturellen, politischen und rechtlichen Veränderungen in Österreich und den Herkunftsländern beleuchten. Das Konzept für die Ausstellung wurde von der Initiative Minderheiten entwickelt und in Zusammenarbeit mit dem Wien Museum realisiert. Ein dezidierter Ausgangspunkt des Projektes bestand darin, eine weitgehend aus dem öffentlichen Diskurs ausgeblendete Geschichte in die offizielle Geschichtsschreibung hineinzureklamieren. Dafür fanden Kooperationen mit unterschiedlichen AkteurInnen aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft und Aktivismus statt, die als AutorInnen die elf Stationen selbständig recherchiert und inhaltlich konzipiert haben. Der Künstlergruppe gangart kam dabei mit dem Auftrag der Gestaltung auch eine wesentliche Funktion der Strukturierung der verschiedenen Themen, Ansätze und Verfahrensweisen zu.
schnittpunkt geht gemeinsam mit der Kuratorin Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten) und den GestalterInnen Simonetta Ferfoglia und Heinrich Pichler (gangart) den konzeptuellen und gestalterischen Verfahrensweisen des Projektes nach. Wie lässt sich Migration ausstellen? Welche Strategien der Visualisierung wurden für die Präsentation von Migrationsgeschichten entwickelt - im Spannungsfeld zwischen dem Anliegen einer Herstellung von Sichtbarkeit einerseits und der Gefahr der Zurschaustellung des "Fremden" andererseits? Wie können strukturelle Ausschlussmechanismen und rechtliche Rahmenbedingungen in einer Ausstellung gezeigt werden? Worin besteht der andere Blick, den die Ausstellung auf Migrationsgeschichte wirft?
